Frietjes in America 2017

Frietjes in America!

So war der Titel der von der "Brevet-Selbsthilfegruppe Ruhr" für den 25.11.2017 geplanten Fahrt, an der auch 7 Radsportfreunde teilgenommen haben. Haiko und Felix, zwei leidenschaftliche Langstreckenfahrer, haben diese sehr schöne Veranstaltung angeregt, die zu einer Reihe weiterer von ihnen geplanten Touren gehört.
Die Strecke führte von Duisburg aus durch die Niederlande bis kurz hinter die belgische Grenze und von dort auf einem etwas anderen Kurs zurück. Am Ende würden mindestens 208 Kilometer auf dem Tacho stehen. Wer mit dem Rad zum Treffpunkt anreiste, für den war es natürlich noch etwas mehr. Seit wir 3 Wochen zuvor entschieden hatten dort mitzufahren, haben wir natürlich alle aufmerksam den Wetterbericht verfolgt. Lange sah es so aus, als würden wir bei ziemlich durchwachsenem Wetter starten, aber am Freitag Abend kam dann doch Hoffnung auf eine trockene Runde auf. Trotzdem blieben wir bei der Entscheidung, die Anreise mit Bahn oder Auto vorzunehmen. 208 Kilometer sind bei den Temperaturen, und vieleicht dem ein oder anderen kleinen Regenschauer, völlig ausreichend.

Als ich um 7.00 Uhr das Haus verließ, um mich mit Christopher und Martin R. an der roten Telefonzelle in Heven zu treffen, kam leichter Nieselregen auf. Trotzdem fuhr ich weiter und freute mich schon auf die Tour. Nass werde ich beim Radfahren ja meistens eher von innen. Hauptsache man friert nicht! Um 7.30 waren die Räder in Martins Bus verstaut und wir starteten in Richtung Duisburg-Rheinhausen.


Treffpunkt war eine Bäckerei, in der schon einige der Mitfahrer saßen und frühstückten. Wir haben die verbleibende Zeit ebenfalls für einen Kaffee genutzt, und kurze Zeit später trudelten auch Martin S., Uwe und Joachim ein. Auch Ralf tauchte unerwartet dort auf.
34 Radfahrer hatten sich bis 9.00 Uhr eingefunden. Schnell noch ein Gruppenfoto geknipst, und schon ging es los.
Der Weg aus Duisburg heraus war in so einer grossen Gruppe natürlich alles andere als flüssig. Nachdem wir aber in weniger bewohntes Gebiet kamen, rollte es dann zunehmend besser. Felix hatte eine schöne Strecke geplant. Ein erster Stopp war nach ca. 40km in Kaldenkirchen kurz vor der niederländischen Grenze vorgesehen. Dort wurde die Bäckerei geplündert :-) und ein Päuschen gemacht. Das Wetter wurde immer besser und wir durften sogar auf ein paar Sonnenstrahlen hoffen. Uwe, der Vorstand unserer vereinsinternen Wetteroptimistengruppe, hatte zur Mitnahme von Sonnenmilch geraten. Nicht zu Unrecht, wie sich ab ca. 11.00 Uhr zeigte :-D


Das Ziel in Belgien war das Kloster "Achelse Kluis", wo es neben einer beachtenswerten Anzahl verschiedenster Biersorten auch Kaffee und Kuchen gab. Nach einer ausgiebigen Stärkung traten wir mit 2 weiteren Fahrern den Rückweg an. Einige der anderen Fahrer blieben noch einen Augenblick dort, andere kamen erst dort an als wir aufbrachen. Das nächste Ziel war America. Ein Dorf in den Niederlanden, zu dem man wohl vor allem fährt um dort einen Pommes zu essen, und damit man sagen kann, man wäre schonmal mit dem Fahrrad nach America gefahren :-D

Es war ein reger Betrieb in der besagten Pommesbude. Mit "Fastfood" hatte das dann auch nicht mehr viel zu tun, aber wir hatten ja eigentlich Zeit. Es war klar, dass die letzten 50 Km im Dunkeln zu fahren sind. Darauf waren wir vorbereitet, und wir sind dann auch pünktlich zum Sonnenuntergang wieder weitergefahren. Ab nun bestand unsere Gruppe nur noch aus 6 von den Radsportfreunden, was vielleicht auch ganz sinnvoll war, denn Gruppenfahrten sind im Dunkeln besonders gefährlich. Da ist es von Vorteil wenn man sich kennt. Wir trafen allerdings immer wieder auf Alex, der uns mal in sicherem Abstand begleitet, dann mal wieder verschwand und irgendwo wieder auftauchte. Und so kamen wir dann auch fast zeitgleich am Ziel, einer Tankstelle in der Nähe der Bäckerei an.

 

 

Wir hatten ein Riesenglück mit dem Wetter. Alle sind gesund wieder angekommen. Wir waren uns auch alle einig, dass es eine sehr schöne Tour war. Auch an dieser Stelle nochmal einen Dank an Haiko und Felix für die Idee und die Streckenplanung!

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